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Der Sinn des Lebens:
Die Suche nach dem Sinn des Lebens?
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stimme aus samt
hülle mich ein
ich gleite entlang
auf jeder note die du spielst
an jedem ton den du singst
der du die trommel schlägst
seit anbeginn meiner zeiten
mein takt des lebens ist
ruhiges fließen jetzt
befreit
(c) rarum 2008
Eine unter vielen
im weißen Kleidchen
tanzen nach der Pfeife des Windes,
wie es ihm gefällt.
Niemals
möchte ich eine Schneeflocke sein!
(c) rarum
(c) rarum
(c) rarum 2008
PS: … aber keine roten Socken
“Nach mir der Frühling!”
*
… dachte sich der Winter
und kehrte die Reste des Herbstes
unter den weißen Teppich.
(c) rarum
hoffnung
du fata morgana
spiegelung von wünschen
flimmerndes zerfließen
auflösen im fassen
nur sand in den augen…
(c) rarum 2008
Kristalle auf meinen Wimpern
Rinnsale aus meinen Augen
wie Tränen
doch sie brennen sich nicht in die Haut.
Willkommen auf meinem Gesicht!
(c) rarum
Ich bin nicht unbedingt einsam,
wenn ich mit mir allein bin.
Einsam bin ich erst,
wenn ich mich verlassen habe…
(c) rarum
Manchmal, wenn ich alleine bin,
dann schärfen sich meine Sinne,
ich nehme Bilder und Töne auf,
Illusionen und Farben: Ich spinne.
Wie gerne würde ich jeden Tag
solch’ tiefes Empfinden erfahren.
Das Leben bemisst sich nach Intensität
der Gefühle – und nicht nach Jahren!
(c) rarum 2007
Die inneren Werte
mancher Menschen
reduzieren sich auf -
Gold im Mund.
(c) rarum – inspired by herbstzeit.lose
Wir sind so vermessen,
einen Kalender zu kaufen
in der Hoffnung,
dass wir all seine Tage erleben werden.
Doch keine Gewährleistung!
(c) rarum
Das Feuerwerk
deiner Blicke
lasse ich in kleinen Fünkchen
auf mich niederregnen!
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Allen Besucher/Innen meiner Seite
wünsche ich ein gelingendes Jahr 2012.
Schräger Sonnenstrahl
bittet die Stäubchen zum Tanz.
Hausputz ist fällig!
(c) rarum
Gelegentlich, an ungemütlichen Wintertagen, spiele ich gegen meinen Computer. Und wenn ich schon am verlieren bin, fragt mich mein PC:
“Letzten Zug rückgängig machen?”
Manchmal wünschte ich mir diese Option im wahren Leben.
Meine Herzwellen –
kein Tsunami mehr.
Nur noch ein leises murmeln
an deinen Ufern…
(c) rarum
Im Moment hab’ ich so eine Phase:
Ich fühl mich wie der rosa Spielzeughase -
der aus der Werbung mit der Langzeitbatterie.
Manie, Manie!
Wie aufgezogen 24 Stunden
dreh’ ich am Tage meine Runden.
Ich denke schneller, sehe klar,
doch birgt dies in sich die Gefahr,
dass, wenn die Spannung nachlässt,
ich dann auf die Nase fliege
und wieder antriebslos am Boden liege.
(c) rarum 2009
Wenn mich jemand fragt, ob es schwarze Freitage gibt: Ja, es gibt sie! Für mich war es dieser unselige 18. Dezember 2009. Meine kleine Libelle – so nenne ich liebevoll mein Auto, es schillert so wunderbar hellblaumetallic – zerschrammte an einem Verkehrsschild. Der Schaden: 4.500 Euro, das Schild in Schieflage. Ich musste auf der Polizei erscheinen wegen Beschädigung öffentlichen Verkehrsraumes oder so. Kein Wunder, dass ich ein wenig von der Rolle war. Beim verlassen des Präsidiums schob ich wohl das Mäppchen mit dem Führerschein und den Fahrzeugpapieren in meine Manteltasche, dachte ich wenigstens. Aber es landete lautlos im Schnee und ich hatte es nicht einmal bemerkt. Das hätte mir zusätzlichen Ärger bereitet.
Du hast es gefunden und dich bei mir gemeldet, Ehrlich wie du bist, sogar der Notfünfziger für alle Fälle war noch darin.
Den Finderlohn lehntest du ab. In meiner Dankbarkeit lud ich dich zum Essen ein – Mittagessen, denn ein “Blind date” in der Dunkelheit schien mir doch etwas zu riskant. Spontan hast du ja gesagt: Samstag Mittag in einem gemütlichen Gasthof am Stadtrand.
Ich habe keine Probleme, mich mit Männern zu verabreden, zumal ich kein Rendezvous im eigentlichen Sinne ansteuerte. Schließlich bin ich schon jahrelang Single.
Lange Rede, kurzer Sinn: Der erste Eindruck von dir: ca. 10 Jahre jünger als ich, genau so groß,
kahler Kopf, kräftige Figur, leicht hinkender Gang, kein Traummann! Aber ich konnte geradewegs in deine braunen melancholischen Augen sehen, mit dunklen Pünktchen in der Iris. Und deine Stimme war angenehm leise. Irgendwas hattest du an dir, das ich mochte. Die Ausgeglichenheit?
Was erzählt man sich denn, um die Zeit zu überbrücken? Lehrer warst du, Deutsch und Geografie. Warst? Ich stutzte, aber ich wollte nicht weiter fragen. Und so sprachen wir über meine Lieblingsthemen: Odysseus und ferne Länder. Es war eine angenehme Begegnung, bar jeder Verpflichtung zu weiteren Verabredungen, wir mussten ja einander nicht gefallen.
Auf dem Nachhauseweg kamen wir am Theater vorbei. Ich äußerte beiläufig, dass ich gerne wieder einmal ein Schauspiel besuchen würde…
Vorige Woche riefst du an: “Sie geben Effi Briest. Wollen Sie mitkommen?” Ich wollte. Und danach nahmen wir im Theatercafe noch einen Espresso.
“Ich möchte den Kontakt nicht abreißen lassen, aber ab morgen gehe ich wieder zur Chemo…”
Schlagartig begriff ich. Das Ende ist offen, ich blieb dir die Antwort schuldig. Seitdem muss ich immer wieder an dich denken: Mitleid mit einem Tapferen. Und ich bin so feige…
(c) rarum 2009
Erster Schnee –
fast wie der Körper einer schönen Frau
weiß gerundet ist die Landschaft …
***
… und er füllt die Schlaglöcher aus,
die noch seit dem vorigen Winter vorhanden sind.
Wer glaubt,
dass die Erde ist eine Scheibe ist -
fällt hinter seinem Horizont
aus der Welt!
(c) rarum
Den Gescheiterten wohnt etwas inne,
was anderen Menschen fehlt:
Mut zur Ungewissheit über den Ausgang eines Wagnisses.
(c) rarum
Selten ist so viel schauspielerisches Talent erforderlich wie beim überreichen und empfangen von Weihnachtsgeschenken. Es empfiehlt sich schon jetzt damit zu beginnen, Posen und Effekte vor dem Spiegel einzuüben. Nur so kann zum Heiligen Abend die richtige Physiognomie aufgesetzt werden.
Zum Beispiel beim Thema Überraschung:
Obwohl ihr euer Geschenk bereits beim gezielten durchstöbern des Kleiderschrankes gefunden habt, solltet ihr beim Empfang die Augen weit aufreißen, vor Freude die Hände zusammenschlagen und einen kleinen Luftsprung wagen ….. wenn euch das Geschenk gefällt.
Aber wehe, es trifft nicht nicht den Geschmack des Beschenkten. Hier ist die Beherrschung der Gesichtsmuskulatur gefragt. Seid auf den worst case gefasst, dann kann es gar nicht passieren, dass ihr die Fassung verliert. Bitte lächeln, lääächeeln….., auch bei der 5. Krawatte oder dem pinkfarbenen Kunstblumenstrauß. Bitte habt doch Verständnis. Jeder hat mal ein paar Gegenstände zu Hause, die er nicht mehr benötigt ….
Und noch ein Wort an die Schenkenden:
Eine besonders clevere Methode ist es, den Kassenbon mit unter das Geschenkpapier zu schmuggeln. So sieht der Beschenkte sogleich, wieviel er euch wert ist. Und der Umtausch kann auch leichter vonstatten gehen ….
(c) rarum 2007
Die allerletzten Mücken
spiel’n im Dezemberlicht.
Kommt, macht jetzt mal die Fliege,
eh’ euch der Frost erwischt.
(c) rarum 2007
Morgen ist er fällig!!
Ich habe schon lange ein Auge auf ihn geworfen. Schlank ist er, fast zwei Meter groß, gerade gewachsen, voll mein Typ. Ich möchte ihn zum Weihnachtsfest gerne an meiner Seite haben. Und morgen ist er fällig!! Ein Schelm, wer arges dabei denkt! Ich rede natürlich hier von meinem Weihnachtsbaum
Vor mehr als zehn Jahren schenkte mir unser Nachbar, ein Forstarbeiter, eine Handvoll Setzlinge verschieder Nadelbäume, z.B. Tannen, Fichten und Kiefern. Sie waren nicht einmal gut genug für den einheimischen Forst und die angeliederte Weihnachtsbaumschule, durchgefallen sozusagen.
Bodenständig, wie ich nun einmal bin, pflanzte ich sie in den elterlichen Garten. In den ersten Jahren erhielten sie ab und zu eine Gießkanne voll Wasser, befreite ich sie von Unkraut, umkurvte sie geschickt mit dem Rasenmäher, umzäunte sie mit einem Maschendrahtzaun (eine vogtländische Spezialität, manche werden sich erinnern ..).
Seither habe ich von dem einen oder anderen immer ein paar Zweiglein für den Weihnachtsschmuck oder für Grabgestecke entnommen. Jetzt wachsen sie mir buchstäblich über den Kopf …
Morgen werde ich meinen Sohn beauftragen, den schönsten von ihnen zu fällen. Ich sehe mich zwar körperlich dazu in der Lage, aber nicht mental…, irgendwie ist mir der Baum ans Herz gewachsen.
Einige Tage wird er noch auf dem Balkon verbringen müssen, bis ich ihn in die “gute Stube” hole ….
Fazit:
Jaja, soweit ist es schon mit mir gekommen, dass mir Bäume näher stehen als Menschen, aber sie haben mich ja auch nicht belogen und gedemütigt. Mittlerweile habe ich gelernt, mich zu wehren. Und falls ich manchmal mit spitzer Zunge über das Ziel hinaus schieße, bitte ich um Entschuldigung ….
(c) rarum 2007
GEDANKENAUSTAUSCH
ist ein bissel wie wichteln:
Du wählst liebevoll aus,
bekommst jedoch zurück,
was du nicht verwenden kannst,
dir nicht gefällt
oder andere nur los werden wollen.
(c) rarum
Walnusskerne
sehen aus wie kleine Gehirne.
Ob es zerebral etwas bewirkt,
wenn ich sie esse?
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Triumph!
Es jubelt die Meute.
Doch schon beim verteilen der Beute
zerfleischt sie sich im Krieg.
Jeder denkt nur an den eigenen Sieg.
(c) rarum
Die Welt schlüpft unter eine Tarnkappe
und stopft sich Nebel in die Ohren.
Lautlos unsichtbar…
Manche Menschen reden sich um Kopf und Kragen –
um den Kopf jedoch ist es meist nicht schade.
(c) rarum
Durch die laublosen Pappeln
schimmern mir wieder fernblau
die Hügel am Horizont.
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Mein Spätherbstblick…
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Und meine liebste Co-Autorin Marie-Rose schreibt mir :
Mit jedem Blatt
das er dem Baum entzupft
zieht der Herbst einen kleinen Vorhang auf…
Ich suche mir einen Laubhaufen
und rolle mich ein.
Wenn du es schaffst,
mich Igelfrau zu umarmen,
will ich mit dir gemeinsam
Winterschlaf halten.
Lass dich auf Rosen betten!
Doch prüfe zuvor, ob sie ohne Stacheln sind.
Nein, Rosen haben KEINE Dornen, aber Stachelbeeren haben welche!
Zwischen zwei Zipfeln Realität
hängt ein Wunsch
an einem seidenen Faden.
Traumtänzer?
Luftnummer?
(c) rarum
Die letzten Blätter
an den Pappeln
zittern und zappeln
im herbstlichen Wind,
bis auch sie
segelnd,
trudelnd,
wirbelnd
auf der Wiese gelandet sind.
Früher, als ich noch ein Kind war, durchstreifte ich die Gärten und sammelte wunderschöne herbstlich gefärbte Blätter. Diese klebte ich dann emsig in ein kariertes Schulheft und beschriftete sie sorgfältig.
Heute raffe ich schnell das Laub auf dem Rasen zusammen. Und bevor es der Wind wieder auseinander bläst, stopfe ich es in einen Sack, den ich dann dem Biocontainer zuführe – heimlich fluchend über den nicht enden wollenden Blätterfall.
Herbstspaziergang spätnachmittags im Sonnenschein.
Ich betrachte meinen Schatten:
langbeinig
schmalhüftig
flachbrüstig
aber:
kleinköpfig.
Es ist eben nichts vollkommen!