Der Winter entschleunigt, macht unser Leben langsamer.
Die Wege sind mühsam und nicht immer geradlinig.
Wir müssen Kraft aufbringen, um sie zu meistern.
Manche werden neu gegangen, und wir sind die Vorreiter, Bahnbrecher.
Wir kommen voran, auch wenn uns der Wind manchmal kräftig um die Nase weht.
Und wenn wir hinfallen, müssen wir wieder aufstehen, um nicht zu erfrieren.
Der Winter lässt uns Kälte spüren; umso mehr wissen wir Wärme zu schätzen.
Selten wird uns so bewusst,wie sicher wir uns fühlen können mit einem Dach über dem Kopf.
Die Tiere halten uns vor Augen, dass es Zeiten gibt, in denen wir uns um unser täglich Brot stets aufs neue bemühen müssen.
Lautes wird gedämpft, Grelles gemildert und die Kontraste zwischen weiß und grau verschwimmen.
Dankbarkeit erwächst in uns für jede Stunde, die wir nicht im Dunkeln verbringen.
Nur wenn wir den Winter mögen, haben wir auch den Frühling verdient…
rarum 2009


4. Februar 2012 um 16:40
… ich bemühe mich, den Winter zu mögen
Wunderbarer Text, superklasse Foto!
11. Februar 2012 um 16:19
Jetzt langts aber bald mit der Kälte, gell?