Archiv der Kategorie: Er + Sie

Geometrie des Lebens

Zwei

unendlich lange

parallele Geraden

schneiden sich

erst im Unendlichen.

 *

Wann und wo

berühren sich

zwei

endlich lange

parallel geführte Leben?

(c) rarum


Gründe

„Ich liebe dich weil…“

Braucht es einen Grund, jemanden zu lieben?

Muss es nicht eher heißen:

„Ich liebe dich obwohl…“

…du diese kleinen liebenswerten Fehler und Macken hast,

…die zu mehr oder minder schwerwiegenden Scheidungsgründen werden,

wenn die Magie verflogen ist?

Ich weiß, wieder mal total unromantisch 🙂


Drei Wünsche

Voller Überschwang und Glück sagte er zu ihr:

Liebes, du hast drei Wünsche frei!

Sie antwortete:

Ich weiß, du bist sehr großzügig zu mir, dafür danke ich dir. Doch die Erfüllung meiner Wünsche liegt weder in deinem Ermessen noch in deiner Macht.

 

(c) rarum


Das erste Ma(h)l

Ein grandioses Wochenende besteht aus hervorragendem Essen und phänomenalem Sex, meint eine Bekannte.

*

Du hast für mich gekocht.

Das erste Ma(h)l!

🙂


Einigkeit

*

Wir suchten einander,

aber wir fanden nicht,

was wir vermissten.

Darin waren wir uns einig.

Wäre das nicht ein Anfang gewesen?

*


Angst dich zu lieben

Ja, es ist wahr,

ich habe Angst dich zu lieben:

Weil du mich fesselst ohne Seile,

ich dir folge, die Folgen ignorierend,

koste es was es wolle,

vor allem meine Unabhängigkeit.

Dann wird der Alltag einziehen

und ich werde mich fragen:

War es das wert?

Ich fürchte, die Antwort könnte lauten:

JA!

UND ICH HABE ES NICHT GEWAGT!

(c) rarum 2010



Eis

Mir träumte,

du wärst eine Kugel Eis,

die mir zwischen den Fingern zerrann,

weil ich nicht schnell genug an dir schleckte.

😉


Mir träumte

Mir träumte,

ich wollte dir schreiben:

Ein Gedicht über Liebe.

Doch reimte es sich nicht.

Und der Stift brach entzwei

in meiner gelähmten Hand.

(c) rarum


Mahlzeit!

Lieber ein Bratkartoffelverhältnis

als gar nix zum Mittag!

🙂


Augenweide

Sein hungriger Blick

wildert heimlich

auf der Augenweide.

🙂


Silvesternacht

Das Feuerwerk

deiner Blicke

lasse ich in kleinen Fünkchen

auf mich niederregnen!

~~~~~~~

Allen Besucher/Innen meiner Seite

wünsche ich ein gelingendes Jahr 2012.


Herzwellen

Meine Herzwellen –

kein Tsunami mehr.

Nur noch ein leises murmeln

an deinen Ufern…

(c) rarum


Effi Briest und du (2009)

Wenn mich jemand fragt, ob es schwarze Freitage gibt: Ja, es gibt sie! Für mich war es dieser unselige 18. Dezember 2009. Meine kleine Libelle – so nenne ich liebevoll mein Auto, es schillert so wunderbar hellblaumetallic – zerschrammte an einem Verkehrsschild. Der Schaden: 4.500 Euro, das Schild in Schieflage. Ich musste auf der Polizei erscheinen wegen Beschädigung öffentlichen Verkehrsraumes oder so. Kein Wunder, dass ich ein wenig von der Rolle war. Beim verlassen des Präsidiums schob ich wohl das Mäppchen mit dem Führerschein und den Fahrzeugpapieren in meine Manteltasche, dachte ich wenigstens. Aber es landete lautlos im Schnee und ich hatte es nicht einmal bemerkt. Das hätte mir zusätzlichen Ärger bereitet.

Du hast es gefunden und dich bei mir gemeldet, Ehrlich wie du bist, sogar der Notfünfziger für alle Fälle war noch darin.

 Den Finderlohn lehntest du ab. In meiner Dankbarkeit lud ich dich zum Essen ein – Mittagessen, denn ein „Blind date“ in der Dunkelheit schien mir doch etwas zu riskant. Spontan hast du ja gesagt: Samstag Mittag in einem gemütlichen Gasthof am Stadtrand.

Ich habe keine Probleme, mich mit Männern zu verabreden, zumal ich kein Rendezvous im eigentlichen Sinne ansteuerte. Schließlich bin ich schon jahrelang Single.

 Lange Rede, kurzer Sinn: Der erste Eindruck von dir: ca. 10 Jahre jünger als ich, genau so groß,

kahler Kopf, kräftige Figur, leicht hinkender Gang, kein Traummann! Aber ich konnte geradewegs in deine braunen melancholischen Augen sehen, mit dunklen Pünktchen in der Iris. Und deine Stimme war angenehm leise. Irgendwas hattest du an dir, das ich mochte. Die Ausgeglichenheit?

 Was erzählt man sich denn, um die Zeit zu überbrücken? Lehrer warst du, Deutsch und Geografie. Warst? Ich stutzte, aber ich wollte nicht weiter fragen. Und so sprachen wir über meine Lieblingsthemen: Odysseus und ferne Länder. Es war eine angenehme Begegnung, bar jeder Verpflichtung zu weiteren Verabredungen, wir mussten ja einander nicht gefallen.

Auf dem Nachhauseweg kamen wir am Theater vorbei. Ich äußerte beiläufig, dass ich gerne wieder einmal ein Schauspiel besuchen würde…

 Vorige Woche riefst du an: „Sie geben Effi Briest. Wollen Sie mitkommen?“ Ich wollte. Und danach nahmen wir im Theatercafe noch einen Espresso.

„Ich möchte den Kontakt nicht abreißen lassen, aber ab morgen gehe ich wieder zur Chemo…“

Schlagartig begriff ich. Das Ende ist offen, ich blieb dir die Antwort schuldig. Seitdem muss ich immer wieder an dich denken: Mitleid mit einem Tapferen. Und ich bin so feige…

(c) rarum 2009


Igelin

Ich suche mir einen Laubhaufen

und rolle mich ein.

Wenn du es schaffst,

mich Igelfrau zu umarmen,

will ich mit dir gemeinsam

Winterschlaf halten.

😉


Rosenbett

Lass dich auf Rosen betten!

Doch prüfe zuvor, ob sie ohne Stacheln sind.

😉

Nein, Rosen haben KEINE Dornen, aber Stachelbeeren haben welche!


Immer noch

Nachts blinken uns Sterne,

die schon lange erloschen sind.

So höre ich

immer noch

deine Schritte im Flur,

seh‘ dein Gesicht über mir,

küsse deinen Mund.

(c) rarum


Single-Frau

Ehe ich um einen Ehering ringe,

falle ich eher von Fall zu Fall.

😉

(c) rarum


Sündenfall II

… den Apfel von bisou anbeiße   🙂

Können Äpfel Sünde sein?

Zwei Äpfel: ja!

Ein Apfel: nein!

 🙂


Sündenliste

Selbst

wenn die Liste meiner Sünden

bis auf die letzte Zeile gefüllt wäre:

Wenn ich wüsste,

dass er es wert ist,

ich würde über den Rand hinaus schreiben

und das ganze Blatt

ringsum mit ihm verzieren…

… oder eine neue Seite aufschlagen.

(c) rarum


Scherben

Du gehst fort.

Die Scherben unseres Glücks

knirschen unter deinen Schritten.

 

(c) rarum


Kein Fundament

Fasziniert vom Meeresblau

in der Tiefe deiner Augen,

habe ich an ihren Ufern…

~~~

…auf Sand gebaut!

(c) rarum


Gebacken

Liebe muss aufgehen und wachsen

an einem warmen Platz

~~~

gerade so wie ein guter Hefeteig.

😉

(c) rarum


Einladung

Du sagtest:

Ich lade dich ein in mein Leben.

Erwartungsvoll stehe ich nun davor,

spähe durch das Schlüsselloch der Zuneigung

in den hellen Raum der Liebe.

~~~

Doch er ist nicht aufgeräumt…

(c) rarum


Kornfeld

Lager im Feld

Dein Kuss in mir

dass selbst der Mohn noch errötet.

Und die Lerche

hoch droben

jubelt ein „Halleluja“.

(c) rarum


Explosion

Dein Öl

in meinem Feuer:

Explosion!


Unmerklich

Einst zog ich in diese Stadt,

weil ich einen Mann liebte.

Ich bleibe,

weil ich diese Stadt liebe.


Über das Glück

Einmal im Leben kommt jemand,

der alles auf den Kopf stellt,

und du bist glücklich darüber…

~~~

… oder zumindest nicht unglücklich …

🙂


All‘ mein‘ Gedanken (6)

Mein kleiner Gedanke zur Nacht

schleicht auf Zehenspitzen

heimlich zu dir.

😉


Dem Liebsten zur Nacht

Du schläfst –

gewähre mir,

in deinem Traum zu sein.

(c) rarum


Minimärchen (11)

Die Prinzessin verbrachte eine turbulente Nacht.

Als sie am Morgen von ihrem Lager erwachte, waren ihre weißen Schenkel übersät mit blauen Flecken.

Ihre Zofe fragte:

Herrin, was ist Euch geschehen?“

„Es war die Eichel und nicht die Erbse!“

(Schlag nach bei Shakespeare!)

🙂

(c) rarum


All mein‘ Gedanken (5)

Ein kleiner Gedanke von mir

dreht sich stetig um dich.

Ihm ist schon ganz schwindlig.

🙂

(c) rarum


Papaver



Zartes Mohnblütenblatt

an meinen Lippen.

Ach, wäre es doch dein Mund,

Liebster…

(c) rarum


Jalousie

Ich spähte durch die Jalousien

vor meinem Herzen.

Ein vertrautes Bild:

Ich sah dich dort stehen!

 (c) rarum


Letzte Liebe


Welche Worte

könnte ich dir schreiben,

die ich nicht schon irgendwann einmal

irgendeinem Mann gesagt?

~~~

Nur diese hier:

Die Statistik gibt uns noch 20 Jahre.

Vielleicht!


Ohne die drei Worte

Ich erwarte keine Liebesschwüre.

Doch bitte frag‘ mich,

ob ich wiederkommen will!


Echo (3)

Als ich nach dir rief,

narrte mich das Echo von allen Seiten:

Orientierungslos

konnte ich deine Liebe nicht finden.

~~~~~~~

  by zweitchance


Nippes

Wie eine Nippesfigur,

die man nicht wegwirft,

– einst lieb und teuer –

stehst du mir heute im Wege:

Staubfänger im Herzen,

welch schlechten Geschmack

habe ich an dir bewiesen!

Vielleicht lasse ich dich fallen –

wie unabsichtlich –

und fege die Scherben zusammen,

vorsichtig genug,

um mich nicht wieder zu verletzen.

Und erleichtert,

dich endlich los zu sein.

(c) rarum


Über die Potenz

 

Die weniger potenten Männer rutschen gerne mal …

… in die Romantik!

😉

by zweitchance


Antilyrik – Nicht genug

 

Emotionengreifen

Gefühlliebkosen

Gedankenstreicheln

Seelenhaschen

Herzberühren

 

ist nicht genug:

 

Denn ich vermisse –

Dein Schnarchen!

😉

(c) rarum


Schwachstelle

Nur dort,

wo du mir unter die Haut gehst,

bin ich

VERWUNDBAR!

 

Wenn du zielst,

mich zu treffen,

 

verletzt du dich selbst!

 

(c) rarum


Multiple Persönlichkeit

ich – dein du

du – mein du

ich – mein ich

du – dein ich

 

du – mein ich

ich – mein du

du – dein du

ich – dein ich

 

Multiple Persönlichkeit?

🙂


Was blieb

 

Kavalier meiner Zeiten,

keine Rose, die

zum Abschied mir blieb.

 

Nur dein Wort

wie blasse Blütenblättchen:

 

Vergissmeinnicht!

 

(c) rarum


Universum

Die Milchstraße

unter deinem Nabel

ist mein

Universum.

(c) rarum


Ewige Rosenkrieger

Schaukampf

im Ring der Gefühle –

mit dem Schutzschild der Höflichkeit

auf Distanz gehalten,

Floskeln,

nur um besser ausholen zu können,

kreuzen sich bald die Klingen.

 

Die Bosheit reibt sich die Hände,

die Eifersucht feuert an,


doch die Liebe sitzt weinend im Publikum.

 

(c) rarum


Podologie

Wie einst Maria Magdalena

begehre ich

deine Füße zu waschen

sie zu trocknen mit meinem Haar

das über die Schultern fällt

in meinen Schoß

küssend und salbend

jeden Zeh dir berühren

um deine Lust zu reifen

 

Zeit, dir die Zehennägel zu kürzen!

🙂


Wunden (1)

Immer wieder

streust du Zucker

auf meine Wunden!

Septische Süße

lässt sie nicht heilen…

(c) rarum


Zur Weiberfastnacht

Das Beeindruckendste an vielen Männern ist …

 

… ihre Krawatte.

 

Und auch die hat Mami noch ausgesucht.  😉


Gänseblümchen

 

Ach, Gänseblümchen,

mein kleines Orakel,

ich riss dir alle Blütenblättchen aus,

doch du bist vergebens gestorben:

ER LIEBT MICH NICHT!

😉

(c) rarum


;))*

Ich danke Dir für jene Nächte…

… in denen Du mich hast schlafen lassen.

🙂

Deine müde Eva


Deine Freiheit

Wenn du bleibst,

ist mir dein atmen wie ein stilles Lied.

Und wenn du gehst,

genügt dein leises winken mir.

(c) rarum