Archiv der Kategorie: Tagebuch

An alle Klopapierhamsterer…

Ich wünsche Euch für Tag und Nacht den Dünnpfiff an den Hals, solange bis alle Rollen aufgebraucht sind.

😦


Carne vale

Das Fleisch ist willig und der Geist ist schwach!

🙂

oder so…

Jeden Morgen komme ich auf meinem Arbeitsweg an einem Plakat vorbei:

Pornofasching

Ich überlege schon die ganze Zeit, wie das denn gemeint ist: Luftballons statt Kondome oder eine kleine Narrenkappe über dem Schniedel? Muss wohl doch mal vorbei schauen, um meine Neugier zu befriedigen.


Erkenntnis

 

GUTMÜTIGKEIT

ist eine Form von Dummheit,

allerdings eine liebenswerte.

 


Metamorphose

Manchmal wünsche ich mir

eine große

Metamorphose

in mein Lieblingstier –

die Elefantenkuh.

Dann könnte ich ungebeten

laut herum trompeten,

in Porzellanläden

das Geschirr zertreten

in aller Ruh‘.

Mit meinem langen Rüssel

nähm‘ ich die größte Schüssel

und ließ sie allen,

die ich nicht leiden kann,

auf die Köpfe fallen.

Und hinter meiner Stirn

hätt‘ ich ein Superhirn.

Mit meiner dicken Haut

würd‘ ich mich nie verletzen

beim in den Fettnapf setzen.

Wär ich doch so gebaut !!

 😉

(c) rarum 2008


Vulkanisch

*

Verteuert sich die Energie,

zapf‘ ich ihn an:

den „Strom“boli

😉

(c) rarum


Inventur

Ich zähle meine eingefrorenen Träume:

Einige sind verloren gegangen.

Ein wenig Schwund, na und?

Haltbarkeitsdatum überschritten?

Weg damit!

Doch dieser hier – sorgfältig eingeschweißt!

Ich werde ihn mir ans Herz legen,

wärmen,

auftauen,

zum Leben erwecken:

Mich und meinen Traum!


Geometrie des Lebens

Zwei

unendlich lange

parallele Geraden

schneiden sich

erst im Unendlichen.

 *

Wann und wo

berühren sich

zwei

endlich lange

parallel geführte Leben?

(c) rarum


Haiku: Oktoberschnee

~

Der Herbst hat maßlos

zwischen den bunten Farben

Schneeweiß verplempert.

(c) rarum


Liebesbeweis zum Wintereinbruch

 *

Pflücke mir bitte die Eisblumen,

die auf meinen Autoscheiben wachsen …

*

… und schenke mir ein paar Schaufeln Schnee

von meinem Stellplatz.

😉


Billard 2

*

Manche Menschen

benehmen sich wie Billardkugeln:

prallen heftig aufeinander,

drängen sich gegenseitig aus der Bahn,

ecken überall an

und versenken sich schließlich selbst.

*

(c) rarum


Laubhaufen

*

So ein Laubgebläse

ist wahrlich eine nutzlose Erfindung,

dachte der Wind bei sich.

Das kann ich viel besser!

Und schon blies er die angehäuften Blätter

in alle Himmelsrichtungen auseinander.

😉


Sprichwörtliches: Der Krug

Seitengasse in Taormina/Sizilien

Der Krug geht solange zu Wasser…

… bis das Kind in den Brunnen gefallen ist.

😉

(c) rarum


Viel Lärm um nichts

Blitzend und krachend

inszenierte sich der Himmel,

doch produzierte er lediglich

einen Tropfen auf den heißen Stein.

*

Möchtegern-Gewitter

😉


Verflüssigt

Dieser Sommer –

was für ein heißer Typ!

Sogar die bittere Schokolade

schmilzt seinetwegen dahin.

😉


Definiert: Dummheit

Dummheit…

… ist die Summe derjenigen Fehler,

die der Mensch immer wieder gerne zu machen geneigt ist.

😉

(c) rarum


Gescheite Frauen

… wie ich und Frau Merkel  🙂

Warum gescheite Frauen oftmals weniger attraktiv sind?

Sie schauen zu viel in die Bücher und zu wenig in den Spiegel.

Aber es gibt auch Ausnahmen:

dumm UND hässlich

😉


Kohlenstoff

Kohlenstoff

*

Manchmal ist alles Asche,

gelegentlich habe ich Kohle,

meine Seele ist schwarz wie Graphit,

aber meistens strahle ich wie ein Diamant.

😉


Schlafdefizit

Wieso entladen sich Gewitter ausgerechnet zwischen ein Uhr nachts und vier Uhr morgens?!?


Gehupft…

Waldspaziergang

Den Pfützen ausweichen

auf dem sumpfigen Pfad:

nur durch Brennnesseln

und Brombeergebüsch.

Gehupft wie zerkratzt!

😉


Gründe

„Ich liebe dich weil…“

Braucht es einen Grund, jemanden zu lieben?

Muss es nicht eher heißen:

„Ich liebe dich obwohl…“

…du diese kleinen liebenswerten Fehler und Macken hast,

…die zu mehr oder minder schwerwiegenden Scheidungsgründen werden,

wenn die Magie verflogen ist?

Ich weiß, wieder mal total unromantisch 🙂


Haiku: Katzenzungen

*

Abendwind vom See:

Wellen lecken zart am Steg

wie Katzenzungen.

*

(c) rarum


Krüppelkiefern

Baumgrenze

Oben ist die Luft dünn.

Wer kriecht – verkrüppelt!

Nicht nur die Kiefern…


Pfingstgedanke

*

Wie wäre die Welt wohl beschaffen,

wenn uns der Himmel

etwas weniger Heiligen Geist,

dafür aber mehr Hirn gesandt hätte?

*


Drei Wünsche

Voller Überschwang und Glück sagte er zu ihr:

Liebes, du hast drei Wünsche frei!

Sie antwortete:

Ich weiß, du bist sehr großzügig zu mir, dafür danke ich dir. Doch die Erfüllung meiner Wünsche liegt weder in deinem Ermessen noch in deiner Macht.

 

(c) rarum


„Anbaden“ am Schwarzen Meer

*

Die kalten Finger

des Meeresgottes zwicken

frech in meine Haut.

😉

(c) rarum


Das erste Ma(h)l

Ein grandioses Wochenende besteht aus hervorragendem Essen und phänomenalem Sex, meint eine Bekannte.

*

Du hast für mich gekocht.

Das erste Ma(h)l!

🙂


Einigkeit

*

Wir suchten einander,

aber wir fanden nicht,

was wir vermissten.

Darin waren wir uns einig.

Wäre das nicht ein Anfang gewesen?

*


Piraten

Piraten

 *

sind meist einäugige Menschen mit eingeschränktem Gesichtsfeld.

Sie verlassen sich in ihren Handlungen voll auf die Einflüsterungen des Papageien auf ihren Schultern.

 *


Ausgesessen

Immer wenn ich das Gefühl habe,

zwischen zwei Stühlen zu sitzen,

danke ich dem Herrgott

für mein ach so üppiges Hinterteil.

😉


Eis

Mir träumte,

du wärst eine Kugel Eis,

die mir zwischen den Fingern zerrann,

weil ich nicht schnell genug an dir schleckte.

😉


Minimärchen Osterphilosophie

Das Huhn sah verächtlich auf das Ei herab

und tönte überheblich:

„Und trotzdem war ich eher da als du!“

Das Ei schwieg.

„Also habe ich recht!“ gackerte das Huhn weiter.

*

Da kam ein Wanderer des Wegs

und sprach zum Huhn:

„Es sei, wie es sei.

Aber eines muss man dem Ei lassen:

Es ist viel schneller gar als du!“

😉


Modetipp

Für Erbsenzähler

empfiehlt sich

Kleinkariertes.

😉

(c) rarum


Mir träumte

Mir träumte,

ich wollte dir schreiben:

Ein Gedicht über Liebe.

Doch reimte es sich nicht.

Und der Stift brach entzwei

in meiner gelähmten Hand.

(c) rarum


Auf dem Bauernhof

… oder

welcher Gedanke mir kam bei der Geburt eines schwarzen Osterlämmchens:

Auch ich wäre gerne

– mit großem Vergnügen –

das schwarze Schaf

unter all den Ziegen.

😉


Augenhöhe

*

Frühlingsanfang:

Tag und Nacht

begegnen sich wieder auf Augenhöhe.

*

(c) rarum


Aus dem Rahmen

*

Manche Menschen passen nicht in mein Bild:

Sie fallen ständig aus dem Rahmen.

*

(c) rarum

 


Abbitte

Ich habe –

ohne dich um Erlaubnis zu fragen –

dich in diese Welt gesetzt.

Verzeih‘ mir,

dass ich dich geboren habe.


Mahlzeit!

Lieber ein Bratkartoffelverhältnis

als gar nix zum Mittag!

🙂


Ballon

Aufgeblasen,

viel heiße Luft,

abgehoben,

in höheren Sphären schwebend:

*

Nicht nur Ballons.

🙂


Kreislauf

*

Der Sinn des Lebens:

Die Suche nach dem Sinn des Lebens?

*


Augenweide

Sein hungriger Blick

wildert heimlich

auf der Augenweide.

🙂


keine Schneeflocke

Eine unter vielen

im weißen Kleidchen

tanzen nach der Pfeife des Windes,

wie es ihm gefällt.

Niemals

möchte ich eine Schneeflocke sein!

(c) rarum


Herzenswunsch eines Sandkorns

„Nur ein einziges Mal im Getriebe sein
oder wenigstens in einem Schuh…!“

seufzte das Sandkorn
und rann weiter unentwegt durch das Stundenglas …
😉

(c) rarum


Kichererbsen

Stilblüten
*
sind die Kichererbsen
im Feld der blumigen Sprache.

😉

(c) rarum


wendig

An Tagen,
an denen ich besonders wendig bin,
drehe ich mich schon mal um 360°.
😉


Februarmondin

Kalte Mondin, weiß und bleich.
Einsam heult der Wolf durchs Reich.
Will deine Stiefel lecken.
Vor Gier sieht er Rot!
Doch ohne der Sonne Strahl
wärst du nicht einmal fahl,
würdest erbärmlich verrecken –
*
wärst du längst tot!

(c) rarum 2008


Rote Fäden

Ich klaube die roten Fäden
aus den Sackgassen
meines Lebens
und wickle sie auf zum Knäuel.

*
Verstrickt!

PS: … aber keine roten Socken   😉


Unter den Teppich

„Nach mir der Frühling!“

*
… dachte sich der Winter
und kehrte die Reste des Herbstes
unter den weißen Teppich.

😉

(c) rarum


hoffnung (1)

hoffnung

du fata morgana

spiegelung von wünschen

flimmerndes zerfließen

auflösen im fassen

nur sand in den augen…

(c) rarum 2008


Schneeflocken

Schneeflocken

Kristalle auf meinen Wimpern
Rinnsale aus meinen Augen
wie Tränen
doch sie brennen sich nicht in die Haut.

Willkommen auf meinem Gesicht!

(c) rarum