Modetipp

Für Erbsenzähler

empfiehlt sich

Kleinkariertes.

😉

(c) rarum


Mir träumte

Mir träumte,

ich wollte dir schreiben:

Ein Gedicht über Liebe.

Doch reimte es sich nicht.

Und der Stift brach entzwei

in meiner gelähmten Hand.

(c) rarum


Zur Strafe

Der Elefant

sitzt im Porzellanladen

und kittet

die Scherben.

😉


Auf dem Bauernhof

… oder

welcher Gedanke mir kam bei der Geburt eines schwarzen Osterlämmchens:

Auch ich wäre gerne

– mit großem Vergnügen –

das schwarze Schaf

unter all den Ziegen.

😉


Augenhöhe

*

Frühlingsanfang:

Tag und Nacht

begegnen sich wieder auf Augenhöhe.

*

(c) rarum


Aus dem Rahmen

*

Manche Menschen passen nicht in mein Bild:

Sie fallen ständig aus dem Rahmen.

*

(c) rarum

 


Abbitte

Ich habe –

ohne dich um Erlaubnis zu fragen –

dich in diese Welt gesetzt.

Verzeih‘ mir,

dass ich dich geboren habe.


hoffnung (2)

 

hoffnung

wie salz in der wunde –

du lässt sie nicht heilen …

(c) rarum 2009


Mahlzeit!

Lieber ein Bratkartoffelverhältnis

als gar nix zum Mittag!

🙂


Ballon

Aufgeblasen,

viel heiße Luft,

abgehoben,

in höheren Sphären schwebend:

*

Nicht nur Ballons.

🙂


Kreislauf

*

Der Sinn des Lebens:

Die Suche nach dem Sinn des Lebens?

*


Augenweide

Sein hungriger Blick

wildert heimlich

auf der Augenweide.

🙂


Andante sostenuto

 

stimme aus samt

hülle mich ein

ich gleite entlang

auf jeder note die du spielst

an jedem ton den du singst

der du die trommel schlägst

seit anbeginn meiner zeiten

mein takt des lebens ist

ruhiges fließen jetzt

befreit

(c) rarum 2008


keine Schneeflocke

Eine unter vielen

im weißen Kleidchen

tanzen nach der Pfeife des Windes,

wie es ihm gefällt.

Niemals

möchte ich eine Schneeflocke sein!

(c) rarum


Herzenswunsch eines Sandkorns

„Nur ein einziges Mal im Getriebe sein
oder wenigstens in einem Schuh…!“

seufzte das Sandkorn
und rann weiter unentwegt durch das Stundenglas …
😉

(c) rarum


Kichererbsen

Stilblüten
*
sind die Kichererbsen
im Feld der blumigen Sprache.

😉

(c) rarum


wendig

An Tagen,
an denen ich besonders wendig bin,
drehe ich mich schon mal um 360°.
😉


Februarmondin

Kalte Mondin, weiß und bleich.
Einsam heult der Wolf durchs Reich.
Will deine Stiefel lecken.
Vor Gier sieht er Rot!
Doch ohne der Sonne Strahl
wärst du nicht einmal fahl,
würdest erbärmlich verrecken –
*
wärst du längst tot!

(c) rarum 2008


Rote Fäden

Ich klaube die roten Fäden
aus den Sackgassen
meines Lebens
und wickle sie auf zum Knäuel.

*
Verstrickt!

PS: … aber keine roten Socken   😉


Kerbholz

 

Unendlich viele Kerben
in den Planken des Kahns –

unendlich viele versenkte Lieben …

(c) rarum


Unter den Teppich

„Nach mir der Frühling!“

*
… dachte sich der Winter
und kehrte die Reste des Herbstes
unter den weißen Teppich.

😉

(c) rarum


hoffnung (1)

hoffnung

du fata morgana

spiegelung von wünschen

flimmerndes zerfließen

auflösen im fassen

nur sand in den augen…

(c) rarum 2008


Schneeflocken

Schneeflocken

Kristalle auf meinen Wimpern
Rinnsale aus meinen Augen
wie Tränen
doch sie brennen sich nicht in die Haut.

Willkommen auf meinem Gesicht!

(c) rarum


Weihostern

Kaum ist Weihnachten vorbei,
eiern wir schon wieder auf Ostern zu.

😉


Allein

 

Ich bin nicht unbedingt einsam,

wenn ich mit mir allein bin.

Einsam bin ich erst,

wenn ich mich verlassen habe…

(c) rarum


Leben messen

Manchmal, wenn ich alleine bin,

dann schärfen sich meine Sinne,

ich nehme Bilder und Töne auf,

Illusionen und Farben: Ich spinne.

Wie gerne würde ich jeden Tag

solch‘ tiefes Empfinden erfahren.

Das Leben bemisst sich nach Intensität

der Gefühle – und nicht nach Jahren!

(c) rarum 2007



Helle Köpfe

Nur nicht täuschen lassen:

Helle Köpfe

können auch aus Gips sein.

😉


Grinsen

Der kleine Schalk sitzt mir im Nacken

und zieht meine Mundwinkel breit.

😉


Angel

Hinter einem fetten Wurm …

… lauert oft ein Haken.

😉


Innere Werte

Die inneren Werte

mancher Menschen

reduzieren sich auf –

Gold im Mund.

😉

(c) rarum – inspired by herbstzeit.lose


Kalender

Wir sind so vermessen,

einen Kalender zu kaufen

in der Hoffnung,

dass wir all seine Tage erleben werden.

Doch keine Gewährleistung!

(c) rarum


Silvesternacht

Das Feuerwerk

deiner Blicke

lasse ich in kleinen Fünkchen

auf mich niederregnen!

~~~~~~~

Allen Besucher/Innen meiner Seite

wünsche ich ein gelingendes Jahr 2012.


Haiku: Wintersonne

Schräger Sonnenstrahl

bittet die Stäubchen zum Tanz.

Hausputz ist fällig!

(c) rarum


Option

Gelegentlich, an ungemütlichen Wintertagen, spiele ich gegen meinen Computer. Und wenn ich schon am verlieren bin, fragt mich mein PC:

 „Letzten Zug rückgängig machen?“

 Manchmal wünschte ich mir diese Option im wahren Leben.


Herzwellen

Meine Herzwellen –

kein Tsunami mehr.

Nur noch ein leises murmeln

an deinen Ufern…

(c) rarum


Festessen

Zimtsterne, Mandelkerne

Haselnüsse, Schokoküsse

Vanilleeis mit Himbeern heiß

Ragout fin, Dujardin

Kartoffelkloß, Calvados

Limonade, Remoulade

Cappuccino und ein Vino

Gänsebraten, Schokoladen

Torten

mit anderen Worten:

Viel zu viel

hat unser armer Magen

in diesen Tagen

zu ertragen.

(c) rarum 2008

😉

Ich wünsche allen Besuchern meiner Seite besinnliche Festtage.


Weihnachtswetter

Es schneegnet!

😉


Stress vor dem Fest (2009)

Energizer bunny

Im Moment hab‘ ich so eine Phase:

Ich fühl mich wie der rosa Spielzeughase –

der aus der Werbung mit der Langzeitbatterie.

Manie, Manie!

Wie aufgezogen 24 Stunden

dreh‘ ich am Tage meine Runden.

Ich denke schneller, sehe klar,

doch birgt dies in sich die Gefahr,

dass, wenn die Spannung nachlässt,

ich dann auf die Nase fliege

und wieder antriebslos am Boden liege.

(c) rarum 2009


Effi Briest und du (2009)

Wenn mich jemand fragt, ob es schwarze Freitage gibt: Ja, es gibt sie! Für mich war es dieser unselige 18. Dezember 2009. Meine kleine Libelle – so nenne ich liebevoll mein Auto, es schillert so wunderbar hellblaumetallic – zerschrammte an einem Verkehrsschild. Der Schaden: 4.500 Euro, das Schild in Schieflage. Ich musste auf der Polizei erscheinen wegen Beschädigung öffentlichen Verkehrsraumes oder so. Kein Wunder, dass ich ein wenig von der Rolle war. Beim verlassen des Präsidiums schob ich wohl das Mäppchen mit dem Führerschein und den Fahrzeugpapieren in meine Manteltasche, dachte ich wenigstens. Aber es landete lautlos im Schnee und ich hatte es nicht einmal bemerkt. Das hätte mir zusätzlichen Ärger bereitet.

Du hast es gefunden und dich bei mir gemeldet, Ehrlich wie du bist, sogar der Notfünfziger für alle Fälle war noch darin.

 Den Finderlohn lehntest du ab. In meiner Dankbarkeit lud ich dich zum Essen ein – Mittagessen, denn ein „Blind date“ in der Dunkelheit schien mir doch etwas zu riskant. Spontan hast du ja gesagt: Samstag Mittag in einem gemütlichen Gasthof am Stadtrand.

Ich habe keine Probleme, mich mit Männern zu verabreden, zumal ich kein Rendezvous im eigentlichen Sinne ansteuerte. Schließlich bin ich schon jahrelang Single.

 Lange Rede, kurzer Sinn: Der erste Eindruck von dir: ca. 10 Jahre jünger als ich, genau so groß,

kahler Kopf, kräftige Figur, leicht hinkender Gang, kein Traummann! Aber ich konnte geradewegs in deine braunen melancholischen Augen sehen, mit dunklen Pünktchen in der Iris. Und deine Stimme war angenehm leise. Irgendwas hattest du an dir, das ich mochte. Die Ausgeglichenheit?

 Was erzählt man sich denn, um die Zeit zu überbrücken? Lehrer warst du, Deutsch und Geografie. Warst? Ich stutzte, aber ich wollte nicht weiter fragen. Und so sprachen wir über meine Lieblingsthemen: Odysseus und ferne Länder. Es war eine angenehme Begegnung, bar jeder Verpflichtung zu weiteren Verabredungen, wir mussten ja einander nicht gefallen.

Auf dem Nachhauseweg kamen wir am Theater vorbei. Ich äußerte beiläufig, dass ich gerne wieder einmal ein Schauspiel besuchen würde…

 Vorige Woche riefst du an: „Sie geben Effi Briest. Wollen Sie mitkommen?“ Ich wollte. Und danach nahmen wir im Theatercafe noch einen Espresso.

„Ich möchte den Kontakt nicht abreißen lassen, aber ab morgen gehe ich wieder zur Chemo…“

Schlagartig begriff ich. Das Ende ist offen, ich blieb dir die Antwort schuldig. Seitdem muss ich immer wieder an dich denken: Mitleid mit einem Tapferen. Und ich bin so feige…

(c) rarum 2009


Körperlandschaft

Erster Schnee –

fast wie der Körper einer schönen Frau

  weiß gerundet ist die Landschaft …

***

… und er füllt die Schlaglöcher aus,

die noch seit dem vorigen Winter vorhanden sind.

😉


Aus der Welt

Wer glaubt,

dass die Erde ist eine Scheibe ist –

fällt hinter seinem Horizont

aus der Welt!

(c) rarum


Scheitern

Den Gescheiterten wohnt etwas inne,

was anderen Menschen fehlt:

Mut zur Ungewissheit über den Ausgang eines Wagnisses.

(c) rarum


Schenker und Beschenkter sein

Selten ist so viel schauspielerisches Talent erforderlich wie beim überreichen und empfangen von Weihnachtsgeschenken. Es empfiehlt sich schon jetzt damit zu beginnen, Posen und Effekte vor dem Spiegel einzuüben. Nur so kann zum Heiligen Abend die richtige Physiognomie aufgesetzt werden.

Zum Beispiel beim Thema Überraschung:

Obwohl ihr euer Geschenk bereits beim gezielten durchstöbern des Kleiderschrankes gefunden habt, solltet ihr beim Empfang die Augen weit aufreißen, vor Freude die Hände zusammenschlagen und einen kleinen Luftsprung wagen ….. wenn euch das Geschenk gefällt.

Aber wehe, es trifft nicht nicht den Geschmack des Beschenkten. Hier ist die Beherrschung der Gesichtsmuskulatur gefragt. Seid auf den worst case gefasst, dann kann es gar nicht passieren, dass ihr die Fassung verliert. Bitte lächeln, lääächeeln….., auch bei der 5. Krawatte oder dem pinkfarbenen Kunstblumenstrauß. Bitte habt doch Verständnis. Jeder hat mal ein paar Gegenstände zu Hause, die er nicht mehr benötigt ….

Und noch ein Wort an die Schenkenden:

Eine besonders clevere Methode ist es, den Kassenbon mit unter das Geschenkpapier zu schmuggeln. So sieht der Beschenkte sogleich, wieviel er euch wert ist. Und der Umtausch kann auch leichter vonstatten gehen ….

😉

 (c) rarum 2007


Mückenspiel

Die allerletzten Mücken

spiel’n im Dezemberlicht.

Kommt, macht jetzt mal die Fliege,

eh‘ euch der Frost erwischt.

(c) rarum 2007


Verbrannt

Unter den Blasen wachsen langsam die Narben:

Ich legte meine Hand für dich ins Feuer…


Morgen ist er fällig …

Morgen ist er fällig!!

 Ich habe schon lange ein Auge auf ihn geworfen. Schlank ist er, fast zwei Meter groß, gerade gewachsen, voll mein Typ. Ich möchte ihn zum Weihnachtsfest gerne an meiner Seite haben. Und morgen ist er fällig!! Ein Schelm, wer arges dabei denkt! Ich rede natürlich hier von meinem Weihnachtsbaum 😉

 Vor mehr als zehn Jahren schenkte mir unser Nachbar, ein Forstarbeiter, eine Handvoll Setzlinge verschieder Nadelbäume, z.B. Tannen, Fichten und Kiefern. Sie waren nicht einmal gut genug für den einheimischen Forst und die angeliederte Weihnachtsbaumschule, durchgefallen sozusagen.

Bodenständig, wie ich nun einmal bin, pflanzte ich sie in den elterlichen Garten. In den ersten Jahren erhielten sie ab und zu eine Gießkanne voll Wasser, befreite ich sie von Unkraut, umkurvte sie geschickt mit dem Rasenmäher, umzäunte sie mit einem Maschendrahtzaun (eine vogtländische Spezialität, manche werden sich erinnern ..).

 Seither habe ich von dem einen oder anderen immer ein paar Zweiglein für den Weihnachtsschmuck oder für Grabgestecke entnommen. Jetzt wachsen sie mir buchstäblich über den Kopf …

 Morgen werde ich meinen Sohn beauftragen, den schönsten von ihnen zu fällen. Ich sehe mich zwar körperlich dazu in der Lage, aber nicht mental…, irgendwie ist mir der Baum ans Herz gewachsen.

 Einige Tage wird er noch auf dem Balkon verbringen müssen, bis ich ihn in die „gute Stube“ hole ….

 Fazit:

Jaja, soweit ist es schon mit mir gekommen, dass mir Bäume näher stehen als Menschen, aber sie haben mich ja auch nicht belogen und gedemütigt. Mittlerweile habe ich gelernt, mich zu wehren. Und falls ich manchmal mit spitzer Zunge über das Ziel hinaus schieße, bitte ich um Entschuldigung ….

(c) rarum 2007


Gedankenwichteln

GEDANKENAUSTAUSCH

ist ein bissel wie wichteln:

Du wählst liebevoll aus,

bekommst jedoch zurück,

was du nicht verwenden kannst,

dir nicht gefällt

oder andere nur los werden wollen.

(c) rarum


Geknackt

Walnusskerne

sehen aus wie kleine Gehirne.

Ob es zerebral etwas bewirkt,

wenn ich sie esse?

🙂


Die Meute

Triumph!

Es jubelt die Meute.

Doch schon beim verteilen der Beute

zerfleischt sie sich im Krieg.

Jeder denkt nur an den eigenen Sieg.

(c) rarum


Unter die Haut

Auch Wunden

gehen unter die Haut!