Schlagwort-Archive: Essen+Trinken

Nur ein Schritt

*

Von der

FETTLEBE

bis zur

FETTLEBER

ist es nur ein „R“!

😉


Verflüssigt

Dieser Sommer –

was für ein heißer Typ!

Sogar die bittere Schokolade

schmilzt seinetwegen dahin.

😉


Der Krug

Der Krug geht solange zu Wasser…

… bis er den Weg in den Weinkeller gefunden hat –

oder in den Biergarten.

🙂


Das erste Ma(h)l

Ein grandioses Wochenende besteht aus hervorragendem Essen und phänomenalem Sex, meint eine Bekannte.

*

Du hast für mich gekocht.

Das erste Ma(h)l!

🙂


Ge-eiere

Eiweiß …

*

… ist auch nicht das Gelbe vom Ei!

😉

(c) rarum


Eis

Mir träumte,

du wärst eine Kugel Eis,

die mir zwischen den Fingern zerrann,

weil ich nicht schnell genug an dir schleckte.

😉


Minimärchen Osterphilosophie

Das Huhn sah verächtlich auf das Ei herab

und tönte überheblich:

„Und trotzdem war ich eher da als du!“

Das Ei schwieg.

„Also habe ich recht!“ gackerte das Huhn weiter.

*

Da kam ein Wanderer des Wegs

und sprach zum Huhn:

„Es sei, wie es sei.

Aber eines muss man dem Ei lassen:

Es ist viel schneller gar als du!“

😉


Mahlzeit!

Lieber ein Bratkartoffelverhältnis

als gar nix zum Mittag!

🙂


Festessen

Zimtsterne, Mandelkerne

Haselnüsse, Schokoküsse

Vanilleeis mit Himbeern heiß

Ragout fin, Dujardin

Kartoffelkloß, Calvados

Limonade, Remoulade

Cappuccino und ein Vino

Gänsebraten, Schokoladen

Torten

mit anderen Worten:

Viel zu viel

hat unser armer Magen

in diesen Tagen

zu ertragen.

(c) rarum 2008

😉

Ich wünsche allen Besuchern meiner Seite besinnliche Festtage.


Effi Briest und du (2009)

Wenn mich jemand fragt, ob es schwarze Freitage gibt: Ja, es gibt sie! Für mich war es dieser unselige 18. Dezember 2009. Meine kleine Libelle – so nenne ich liebevoll mein Auto, es schillert so wunderbar hellblaumetallic – zerschrammte an einem Verkehrsschild. Der Schaden: 4.500 Euro, das Schild in Schieflage. Ich musste auf der Polizei erscheinen wegen Beschädigung öffentlichen Verkehrsraumes oder so. Kein Wunder, dass ich ein wenig von der Rolle war. Beim verlassen des Präsidiums schob ich wohl das Mäppchen mit dem Führerschein und den Fahrzeugpapieren in meine Manteltasche, dachte ich wenigstens. Aber es landete lautlos im Schnee und ich hatte es nicht einmal bemerkt. Das hätte mir zusätzlichen Ärger bereitet.

Du hast es gefunden und dich bei mir gemeldet, Ehrlich wie du bist, sogar der Notfünfziger für alle Fälle war noch darin.

 Den Finderlohn lehntest du ab. In meiner Dankbarkeit lud ich dich zum Essen ein – Mittagessen, denn ein „Blind date“ in der Dunkelheit schien mir doch etwas zu riskant. Spontan hast du ja gesagt: Samstag Mittag in einem gemütlichen Gasthof am Stadtrand.

Ich habe keine Probleme, mich mit Männern zu verabreden, zumal ich kein Rendezvous im eigentlichen Sinne ansteuerte. Schließlich bin ich schon jahrelang Single.

 Lange Rede, kurzer Sinn: Der erste Eindruck von dir: ca. 10 Jahre jünger als ich, genau so groß,

kahler Kopf, kräftige Figur, leicht hinkender Gang, kein Traummann! Aber ich konnte geradewegs in deine braunen melancholischen Augen sehen, mit dunklen Pünktchen in der Iris. Und deine Stimme war angenehm leise. Irgendwas hattest du an dir, das ich mochte. Die Ausgeglichenheit?

 Was erzählt man sich denn, um die Zeit zu überbrücken? Lehrer warst du, Deutsch und Geografie. Warst? Ich stutzte, aber ich wollte nicht weiter fragen. Und so sprachen wir über meine Lieblingsthemen: Odysseus und ferne Länder. Es war eine angenehme Begegnung, bar jeder Verpflichtung zu weiteren Verabredungen, wir mussten ja einander nicht gefallen.

Auf dem Nachhauseweg kamen wir am Theater vorbei. Ich äußerte beiläufig, dass ich gerne wieder einmal ein Schauspiel besuchen würde…

 Vorige Woche riefst du an: „Sie geben Effi Briest. Wollen Sie mitkommen?“ Ich wollte. Und danach nahmen wir im Theatercafe noch einen Espresso.

„Ich möchte den Kontakt nicht abreißen lassen, aber ab morgen gehe ich wieder zur Chemo…“

Schlagartig begriff ich. Das Ende ist offen, ich blieb dir die Antwort schuldig. Seitdem muss ich immer wieder an dich denken: Mitleid mit einem Tapferen. Und ich bin so feige…

(c) rarum 2009


Geknackt

Walnusskerne

sehen aus wie kleine Gehirne.

Ob es zerebral etwas bewirkt,

wenn ich sie esse?

🙂


Nicht umkehrbar

Feiertagsausflug:

Dem Wanderer schmeckt ein Radler!

😉


Pflaumenkompott

Isst du Pflaumen warm,

rebelliert dein Darm:

Sie wirken gewaltig

auf die Peristaltik.

😆


Fallobst

Faul und wurmstichig

fällt das letzte Obst vom Baum.

Spätsommertage…

(c) rarum


Sündenfall II

… den Apfel von bisou anbeiße   🙂

Können Äpfel Sünde sein?

Zwei Äpfel: ja!

Ein Apfel: nein!

 🙂


Sündenfall

Guter Rat an Eva:

Willst du den Herrgott nicht erzürnen,

lass den Apfel, iss die Birnen.

😉

(c) rarum


Weingebet

Bacchus (Leonardo da Vinci) 

Oh, Bacchus,

hänge die Trauben höher

und halte die Korinthenkacker von den Reben fern.

 (c) rarum


Mandel

Unter einer harten Schale

steckt oft ein bitterer Kern.

(c) rarum


Gebacken

Liebe muss aufgehen und wachsen

an einem warmen Platz

~~~

gerade so wie ein guter Hefeteig.

😉

(c) rarum


Bergkönigin

Bergkönigin 3343 m über NN

Wer nur kam auf die seltsame Idee,

die Königin der Dolomiten

nach einem Brotaufstrich zu benennen:

MARMOLADA

😆


Schlaraffenland

Süßrote Himbeeren am Strauch

in Höhe meines Mundes:

Ein Hauch von Schlaraffenland.

(c) rarum


Haiku: Nachtappetit

Gelber Pfannkuchen

dunkler Pflaumenmushimmel

Vollmondnachthunger

😉

(c) rarum


Vegetarische Diät

Noch kein Ende

für die Ente,

auch die Gans

bleibt ganz.

Es macht dich satt

ein Blatt

Salat?!

😉

(c) rarum


Nach der Welle

Ich habe Rotwein getrunken

an einem südlichen Strand

und malte gedankenversunken

„Ich liebe dich“ in den Sand.

Doch ist eine Welle gekommen

und hat im Handumdrehen

das „liebe dich“ fortgenommen.

Der Rotwein und „Ich“ blieben stehen.

(c) rarum 2007

Am meisten gesucht – deshalb wieder freigegeben 🙂


Kommende Nacht: Sommerzeit !!!

 

Die Zeit ist reif,

sie hängt im Baum,

komm, lass sie uns pflücken.

 

Die Zeit ist reif,

weinschwer im Fass,

komm, lass sie uns trinken.

 

Die Zeit war reif

für jene Nacht,

komm, lass sie uns feiern!

 

(c) rarum


Frühjahrs-Libido

In An-betracht des an-gekommenen Frühlings sehe ich mich beim An-blick von Gurken und Zucchini …

… an-genehm an-geregt.

😉


Voll die Leere

 

Manche Flaschen sind erst voll,

wenn alle Flaschen leer sind.

😉

 

(c) Zweitchance


Minimärchen (8) – Ohne Fuchs

Was uns Herr Lessing verschwieg:

 

Das haben die Trauben nun davon!

Weil sie zu hoch hingen,

verschrumpelten sie

und endeten als Rosinen.

Aber auch die hat irgendjemand im Kopf,

garantiert!

 

🙂

(c) rarum


Nicht up to date

Unterm Schnee grünt schon der Rasen,

im Laden blinzeln Osterhasen,

der Haselstrauch stäubt seine Pollen,

nur ich kau‘ noch am Weihnachtsstollen.

 

🙂

(c) Zweitchance

 


einverlaibt

Wenn dein Leib ein Laib ist –

dann bist du sicherlich…

 

…ein Brot!

🙂


Minimärchen (7)

Und dann sprach Ali Baba das Zauberwort:

Sesam öffne dich!

Der Berg tat sich mit einem Tosen auf. Die Räuber erstarrten. In seinem Inneren befanden sich riesige prall gefüllte Säcke – mit

 

Frühstückscerealien.

🙂


Nachtgelüste

 

Weißgelb und rund wie ein reifer Rahmcamembert klebt der Mond am Nachthimmel.  Langsam rutscht er in die Kronen der Birken. Gleich werden sie ihn aufspießen und sein  sahniges Herz wird sich zähflüssig über sie ergießen.

Schei… Poesie!

Ich steh´ jetzt nochmal auf und schiebe mir ’nen Käse in die Mikrowelle, basta!

Wo ist mein Rotwein?!?


Dioxin

Die Philosophen streiten sich.

Was war eher:

Das Ei oder die Henne.


Ich denke darüber nach:

Wer begräbt den letzten Menschen…

 

(c) rarum


Trivial Gereimtes zum Sonntagmittag

Sonntag Mittag

 

Schnitzel vom Schweinchen,

ein kleines Weinchen,

leg` hoch meine Beinchen,

sich nichts mehr dreht.

 

Zähl‘ drei, vier Schäfchen,

verfalle ins Schläfchen.

Dann: starkes Käffchen,

worin der Löffel steht.

 

Was, schon so spät?!

Wie doch die Zeit vergeht!

🙂


Wie ein Ei …

… oder Frühstück aufs Zimmer 🙂

Manchmal

fühle ich mich

wie ein Ei

ohne Schale:

zerbrechlich

durchscheinend

empfindlich

schutzlos

verletzbar.

Und manchmal:

hartgekocht

schwer verdaulich

nicht zu genießen.

Aber am liebsten hätte ich,

wenn du mich auf deiner Zunge zergehen lässt:

mit einem Löffelchen Kaviar

und einem Schluck Chablis.

(c) rarum