Schlagwort-Archive: Mann+Frau

Eingekerbt

Tief

ritzte er damals

ihren Namen

in den jungen Stamm.


Die Wunde des Baumes

ist schon lange verheilt.

 

(c) rarum


Netz (2)

Hilflos,

Dir ausgeliefert,

zappele ich im feinen Netz

Deiner Lachfältchen.

😉

(c) rarum


Blind Date (4)

Abgetörnt

Er erschien mit einem stoppeligen ungepflegten Fünftagebart. Ob er wohl seine Unterwäsche im selben Turnus wechselte wie er sich rasierte?

😉

(c) rarum


An das Leben

 

Leder und Seide,

Nähe und Weite,

Freiheit und Fesseln,

Orchideen und Nesseln,

Küsse und Wunden,

Nächte um Stunden

streiten,

versöhnen,

verlassen

verwöhnen,

ergeben,

gewinnen.

Ich will dich lieben

mit ALLEN Sinnen!

 

(c) rarum


Wen Frauen lieben

Tatsache ist:

Frauen lieben romantische Männer mit Hang zur Poesie, …

… aber sie vergnügen sich mit den Draufgängern.

😉

(c) rarum



Hand (1)

Als er am ertrinken war,

suchte er ihre rettende Hand.

Aber sie reichte ihm nicht einmal einen Strohhalm.

(c) rarum


Damals fragte ich mich…

Atmen

Und damals fragte ich mich:

„Wie soll ich nur ohne ihn weiter leben!“

Doch die Lösung ist simpel:

ATMEN, ATMEN, ATMEN!

„Wieso habe ich mich das damals eigentlich gefragt!“

frage ich mich jetzt.

Hätte ich es nicht wissen müssen?

(c) rarum


Der Vamp (2007)

 

Ein Vamp verwöhnt ihn heute Nacht –

mit Strapsen und „oben ohne“.

Da ist er plötzlich aufgewacht –

 

vom Schnarchen seiner Matrone.

🙂

(c) rarum 2007


Nicht dasselbe (2)

Es gibt keinen Mann in ihrem Leben,

nur gelegentlich Männer.

(c) rarum


Wie ein Ei …

… oder Frühstück aufs Zimmer 🙂

Manchmal

fühle ich mich

wie ein Ei

ohne Schale:

zerbrechlich

durchscheinend

empfindlich

schutzlos

verletzbar.

Und manchmal:

hartgekocht

schwer verdaulich

nicht zu genießen.

Aber am liebsten hätte ich,

wenn du mich auf deiner Zunge zergehen lässt:

mit einem Löffelchen Kaviar

und einem Schluck Chablis.

(c) rarum


Auseinander fallen

In dem kurzen Augenblick

als du mich umarmtest,

fühlte ich:

Wenn du mich hältst,

werde ich niemals


a u s e i n a n d e r   f a l l e n.

(c) rarum


Anhaftung

Die Liebe –

eine klebrige Masse

nicht süß wie Honig

nein, zäh wie Teer.

Wie eine Klette

nicht abzustreifen,

vergebliches mühen

sie loszuwerden.

Und so haftet sie uns an,

starrsinnig,

selbst dann,

wenn wir uns verändern.

(c) rarum


Minimärchen (3)

Nein, ich küsse keine Frösche!

Auch nicht für einen Klumpen Gold!

(c) rarum


Liebesgedicht

Begnadige meine Augen,

die so kess und unverfroren

dich betrachten.


Vergib meinen Händen,

die an den geheimsten Orten

dich erkunden.


Verzeih meinen Lippen,

dass sie Freude finden

auf deiner Haut.

(c) rarum


Rosenkuss

blindlings

hast du die rose geküsst

duftnarkotisiert

dein gesicht vergraben

zwischen dunkelgrünen blättern

mit stachel im herzen

und blutenden lippen

wirst du erwachen

im letzten hauch

des sommers

(c) rarum


Lebensabschnittspartner

Gelegentlich

dauert

ein Lebensabschnitt

nur eine Nacht!


Die alltäglichste Sache

Es klingelt.

Er steht vor der Tür und sagt:

„Ich habe gehört, hier ist ein Herz zu vergeben.“

„Ja“, erwidere ich.

„Komm herein. Möchtest du einen Kaffee oder lieber Tee?“


Nicht dasselbe

Nicht dasselbe…

Er träumte davon, mit ihr zu schlafen.

Sie träumte davon, mit ihm einzuschlafen.

Der Unterschied:

das gemeinsame Frühstück!

(c) rarum


Flirtverhalten

Ich flirte ab und zu ganz gerne ein wenig – nur so zum Spaß, um den Marktwert zu testen bzw. damit ich in der Übung bleibe, falls ich irgendwann im Leben nochmals ernsthaft Bedarf haben sollte – mit Männern, die mir nur bis zur Schulter reichen, mindestens 15 Jahre jünger sind als ich oder auch zehn Kilo leichter. Ist doch offensichtlich, dass ich es nicht ernst meinen kann, oder? Weit gefehlt! Die männliche Eitelkeit ist grenzenlos!

Aber manchmal wünsche ich mir auch, ICH wäre einen Kopf kleiner, 15 Jahre jünger oder würde 10 Kilo weniger auf die Waage bringen …

😉

(c) rarum


Wahlfreiheit

Du bist mein „KANN“,

nicht mein „MUSS“.

Ich habe die Freiheit zu wählen:

Entweder DICH oder keinen!

(c) rarum


Zwei Fragen

Zwei Fragen

Warum liebe ich nicht denjenigen, der mich liebt?

Warum liebt mich derjenige nicht, den ich liebe?

Ich will es nicht wirklich wissen, denn es ändert nichts an den Tatsachen.

(c) rarum


Rivalin

Warum sollte ich sie hassen!

Nur,

weil du SIE liebst?

Das ist nicht Grund genug!

@H.


Barockes

Rubens würde mich malen, wenn er noch lebte.

Permoser hätte mich in Stein gehauen, vor 300 Jahren.

Die eine Hälfte der Männer liebt üppige Frauen

und die andere Hälfte gibt es nur nicht zu.

Du würdest mich auf Händen tragen,

… wenn du es könntest. 🙂

Nun, ich nehme den Willen für die Tat.

@H


David Garrett vergangenen Freitagabend im ZDF – traumhaft!

Schnauz

Ich mag keine Oberlippenbärte.

Ihre Träger nehmen mir die Selbstbeherrschung.

Bei dir will ich eine Ausnahme machen.

Aber küssen darfst du mich nicht!

😉


Allein einschlafen (aus 2007)

Manchmal lese ich mir eine Gute-Nacht-Geschichte vor. Doch häufig weiß ich nicht, wie sie endet, denn ich schlafe meist schon vorher ein. Wenn ich dann neben meinem Bett stehe, nehme ich mir vorsichtig das Buch aus der Hand, streichle mir mit dem kleinen Finger zärtlich eine Haarsträhne von der Stirn, drücke mir noch einen kleinen Kuss auf das Ohrläppchen…

Nachdem ich ganz sacht die Bettdecke zurechtgezupft habe, betrachte ich mich liebevoll im Schlaf und lausche noch einen Augenblick meinen ruhigen Atemzügen. Dann schleiche ich auf Zehenspitzen aus dem Zimmer, schließe hinter mir leise die Tür, setze mich auf die Couch und sehe noch ein wenig fern…

@H.


Willkommen und Abschied (nicht von Goethe)

Untertitel:

Manchmal bringt das Wiedersehen erst die Trennung.

Ich warte am Bahnsteig,

seh‘ ihn lässig winken

aus dem nahenden Zug.

Werden wir uns in die Arme sinken

oder gehen wir nur einen Kaffee trinken?

Mir ist ganz flau im Magen!

Ist unser Wiedersehen schon genug,

um uns endgültig Adieu zu sagen?

@H.


Blind Date..

… oder auf der Suche nach dem Mann für den Rest des Lebens.
Er fragte mich ganz unverblümt:
„Wann hattest du das letzte Mal Sex?“
Die Frage war mir am Anfang doch etwas zu direkt.
Optisch gefiel er mir ganz gut, aber seine geistigen Fähigkeiten schienen seinem Aussehen keine Konkurrenz zu machen.
Deshalb beschloss ich, sein Allgemeinwissen zu testen, denn es gibt keine Frage, die mich verblüfft hätte.
Ich blickte etwas verschämt.
„Och, ist schon Lichtjahre her!“
„Was, so lange? Da wird es aber Zeit!“
Durchgefallen, Sweety!
Lichtjahre sind keine Maßeinheit der Zeit sondern eine astronomische Längeneinheit: nämlich 9,5·1012km.
Und meine Suche geht weiter!
🙂

@H.

Keine Tangente – 2007

Niemand mehr hat so wie du

ganz lange meine Hand umschlossen.

Doch ich begriff nicht,

dass du verzweifelt Halt suchtest.

Ich gab dir meine Zuneigung –

ein Treffen im Unendlichen.

Keiner mehr hat so wie du

mit seiner Hand mein Herz berührt.

@H. 2007

♥♥♥♥♥♥


Die Notlüge

… und plötzlich fragtest du mich:

„Du bist doch nicht etwa meinetwegen hierher gekommen?“

„Nein!“ log ich, denn ich wollte, dass du bleibst.

„Würdest du denn wollen, dass ich nur deinetwegen hier bin?“

„Nein!“

Insgeheim wünschte ich mir, dass auch du gelogen hättest.

@H.


Die vorletzte Stunde

Sie war aus dem Saal gegangen, ohne sich noch einmal nach ihm umzuschauen. Er hätte zum Dank schon zumindest ein leises Winken und ein kleines Lächeln verdient, nachdem sie so viele Stunden der Musik gelauscht, ja darin andächtig versunken war. Ohne dass er es ahnte, hatte er ihr so viel gegeben…

Aber sie konnte keine Abschiede mehr ertragen: In letzter Zeit hatte sie einige ihr liebgewordene Menschen zurück lassen müssen, von denen sie nicht wusste, ob sie sie jemals wiedersah. Gehörte er nicht auch dazu?

Außerdem sollte er ja nicht unbedingt mitbekommen, dass sie sich heimlich eine Träne aus dem Auge wischte. Wie diese in ihr Auge gelangt war, konnte sie nicht mit Bestimmtheit sagen. Wahrscheinlich, nein – ganz sicher – war es dieses russische Volkslied, das sie beinahe aus der Fassung brachte. Denn einem Mann weinte sie doch keine Träne nach. Schon lange nicht mehr! Sie doch nicht! Niemals!

@H.



Nicht erkannt…

Jeder Mensch sucht die Liebe seines Lebens.

Doch als ich ihr begegnete, erkannte ich sie nicht.

Ich ließ dich gehen…

(c) rarum


Seelenpflaster (2)

Du willst das Pflaster auf der Seele sein,

bist aber nur das Trostpflaster!


(c) rarum


Elf Worte: Drohende Gefahr

Weiblichkeit,

strahlende Augen

lächeln, verstehen,

aber Angst vorm verlieben

in dich!

(c) rarum


Ich liebe dich, obwohl…

Ich liebe dich, obwohl…

das gesamte Bad schwimmt, wenn du aus der Wanne steigst…

… nur um mich – nass und nackt wie du bist – zu umarmen.

🙂


Verstricktes

VERSTRICKTES

 

Mein Umgang mit Männern:

Zwei links,

zwei rechts,

zwei fallen lassen…

😉

(c) rarum 2007


Das mit der Liebe

Früher glaubte ich:

Eines Tages hört es auf,

das mit der Liebe.

Aber es wird nur anders:

stiller,

tiefer…

@H.


Simplicissima

Meine Augen schaun auf alle,

doch mein Herz, es sieht nur dich.

Darum, wenn ich dir gefalle,

bleib zur Nacht und halte mich.

Du wirst viele Frauen kennen,

schwören dir: Ich liebe dich!

Ich tu’s nie. Wirst du erkennen?

Niemand liebt dich so wie ich!

@H.


du bist … (aus 2008)

Du bist …

… der Regen,

der in die Wüste meiner Seele fällt.

Vergeblich baue ich Dämme,

um dich aufzuhalten.

Wo du mich berührst,

blühen Blumen,

tanzen Schmetterlinge.

Und ich frage mich:

Wie weit

muss ein Mensch die Wüste durchqueren,

um den Brunnen einer Oase zu wertschätzen?

@H.


Abrisshaus

Steil wie ein erhobener Zeigefinger ragt die Treppe aus der Ruine in den mondbeschienenen Abendhimmel.

Unbedacht (Hier wird die Doppeldeutigkeit dieses Wortes offenbar!).

Einst führte sie in unser Liebesnest. Und wenn wir uns hinaufstahlen, waren wir den Tauben nahe, die uns beinahe verrieten.

Ich steige ins Leere.

Am Ende habe ich die Wahl: zu springen – lohnt sich nicht für eine verlorene Liebe – oder langsam den Rückweg anzutreten – vorsichtig, denn es ist fast dunkel und glitschig vom Taubenkot…


Ge-hören

Ich bin niemandem hörig.

Ich gehöre niemandem.

Ich werde dich anhören.

Ich werde dir zuhören.

Es ist gut, dazu zu gehören.

Aber wäre es nicht wunderbar,

jemandem an-zu-gehören?


Seelenpflaster

Du warst das Pflaster auf ihrer Seele,

aber auch Pflaster müssen von Zeit zu Zeit erneuert werden.


(c) rarum