Murphy am Montagmorgen

Es ist ein gutes Gefühl, mit dem Gedanken einschlafen zu können, am nächsten Morgen ausnahmsweise nicht in aller Herrgottsfrühe aufstehen zu müssen. Mal kein Weckerklingeln, nein, es kommt viel schlimmer: Der Wäscheplatz verwandelt sich in den Nürburgring. Dem Hausmeister hat es gefallen, ausgerechnet an deinem freien Tag morgens um sieben seinen Rasentraktormotor aufheulen zu lassen. Nachtruhe ade!

 Du hättest dir gewünscht, dass er auch zur Winterszeit seine Aktivitäten beim Schnee beräumen um diese Uhrzeit gestartet hätte. Aber das wäre wohl doch zuviel verlangt gewesen, schließlich ist es winters um sieben Uhr noch dunkel. Und so musstest du deinen Weg zur Straße oftmals selbst frei schaufeln.

 Nur nicht aufregen! Schließlich magst du doch den Geruch von frisch gemähtem Gras, auch wenn er mit einem Hauch von Abgasen vermischt ist. Steh auf und mach das Fenster zu, dann kannst du weiter schlafen – eventuell. Dein noch nachtschlafgetrübter Blick fällt auf den nackten braun gebrannten muskulösen Oberkörper des jungen Hausmeisters und dir kommt blitzartig die sündige Idee, du könntest vielleicht den Gärtner mal zum Bock machen. Aber genau so schnell wie sie kam, verwirfst du sie wieder. Die wilden Jahre sind vorbei, oder so. Also wohl doch aufstehen. Die Bügelwäsche wartet.

 Guten Morgen, Welt!

Über *Eva*

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